In der Beschreibung zu Polychromos steht, dass man sie mit Babyöl vermalen kann. Nun, das ist so nicht richtig. Man kann Babyöl auf das Papier geben, dann löst man einen minimalen Anteil der Farbe an und verteilt sie dazwischen. Grundsätzlich ruiniert man sich damit aber das Papier und hat mehr verloren als gewonnen.
Was wir uns unter "Vermalen" vorstellen, ist ganz sicher der Effekt, der entsteht, wenn man mit Wasser über den Abrieb von Aquarellbuntstiften geht.
Wasser verdunstet nach der Anwendung wieder, Babyöl nicht. Wäre es nicht praktisch, wenn es etwas gäbe, das so funktioniert? Wir suchen also einen organischen, eher unpolaren Leichtsieder.
Und da verschwand der Chemiker sofort im Labor!
Hier sehen wir Rotviolett links komplett unvermalt.
Danach kommt Dichlormethan CH2Cl2. Dichlormethan löst eigentlich alles, ich setzte meine ganze Hoffnung da rein! Es gibt Reaktionen, die funktionieren NUR in Dichlormethan. Es ist fix verdunstet, es riecht nur sehr wenig und süß... bis auf das große Potential, sehr lebertoxisch zu sein, ein endgeiles Zeug. Aber leider sehen wir, dass auch Dichlormethan nicht den gesamten Farbauftrag löst, es bleibt relativ viel zurück. Vermalen ist das nicht, eher herumsauen.
Als nächstes kommt Petrolether "PE", der deutlich untoxischer ist und mit Reinigungsbenzin vergleichbar wäre. Mit Petrolether entfernen wir zuverlässig Silikonfett. Aber das Löseverhalten des Farbabriebs ist in Petrolether denkbar schlecht.
Aceton ist da etwas polarer. Unser Hauptreinigungsmittel für organische Rückstände. Es ist polarer als Dichlormethan und löst so manche fiese Verschmutzung im handumdrehen auf. Aber nicht den Farbauftrag von Polychromos!
Ethanol ist als Brennspiritus leicht in den Haushalt zu kriegen. Das wäre praktisch. Aber auch Ethanol bekommt so wenig wie Petrolether hin. Der Kreis entstand als eine Art Lache. Ich habe mit dem Pinsel stark drauf herumgeschrubbt "das muss aber!". Es tut nur nicht.
Alle davon tun nicht.
Babyöl hatte übrigens das gleiche Ergebnis wie Petrolether.
Meine letzten Überlegungen sind Benzol (super toxisch) und Orangenterpen. Aber Orangenterpen hab ich nicht und Benzol ist nunmal toxisch.
Mein wissenschaftliches Fazit ist: Wenn man Buntis vermalen möchte, nimmt man Aquarellbuntis. Und bei Polychromos akzeptiert man einfach, dass sie entgegen der Herstellermeinung nicht vermalbar sind. Und falls doch, möge man mir dieses Zauberbabyöl zusenden, das die Stifte vermalen kann. Darüber schreibe ich dann gerne auch einen Testbericht.
Mittwoch, 21. Januar 2015
Random Zeichnungen
Zeugs, das mal so entsteht, aber nicht auf Plattformen hochgeladen wird...
Dachte ich mal als Profilbild von mir zu nehmen. Aber inzwischen sehe ich das anders.
Chemiekrams geht immer.
Bei einem Vortrag als Planung für ein neues Bild gezeichnet. Aber irgendwie habe ich das mit meinem Lebkuchenhaus schonmal gezeichnet.
Da hatte ich gerade meine Bestellung an neuen Softpastellkreiden erhalten. Und fall erst mal richtig tief in alte Gewohnheiten zurück! Platt, langweilig, schmierig, so wie früher. Ich habe das Bild dann an diesem Punkt abgebrochen und bin am überlegen, es sogar zu entsorgen. Es sondert relativ viel Staub ab und ist kaum lagerfähig.
Da bin ich mir uneins, ob ich weiter male. Irgendwie wollte alles nicht so wie ich wollte. Generell wollte ich Yami Bakura aus Yugioh malen. Sieht ihn jemand auf dem Bild? Ich auch nicht. Und so gings dann weiter. Ich legs erst mal weg.
Dachte ich mal als Profilbild von mir zu nehmen. Aber inzwischen sehe ich das anders.
Chemiekrams geht immer.
Bei einem Vortrag als Planung für ein neues Bild gezeichnet. Aber irgendwie habe ich das mit meinem Lebkuchenhaus schonmal gezeichnet.
Da hatte ich gerade meine Bestellung an neuen Softpastellkreiden erhalten. Und fall erst mal richtig tief in alte Gewohnheiten zurück! Platt, langweilig, schmierig, so wie früher. Ich habe das Bild dann an diesem Punkt abgebrochen und bin am überlegen, es sogar zu entsorgen. Es sondert relativ viel Staub ab und ist kaum lagerfähig.
Da bin ich mir uneins, ob ich weiter male. Irgendwie wollte alles nicht so wie ich wollte. Generell wollte ich Yami Bakura aus Yugioh malen. Sieht ihn jemand auf dem Bild? Ich auch nicht. Und so gings dann weiter. Ich legs erst mal weg.
Sonntag, 11. Januar 2015
Pastellkreide
Pastellkreide war mal in, um damit schnell billige Hintergründe hinter Animefiguren zu zaubern. Damals hat sich quasi jeder ne Packung Pastellkreide angeranzt. Umgehen konnte damit aber keiner. Umgehen in dem Sinne, dass es als eigenständiges Medium genutzt werden konnte.
Ich hatte die Polychromos Pastellkreiden, welche sehr hart sind und sich nicht zu 100% verwischen lassen wie Softpastells es machen. Der Frust war vorprogrammiert, denn ich hatte das konsequente Bedürfnis, grundsätzlich alles bisschen Kreide, das ich auf Papier auftrug, auch zu verwischen.
Eine Landschaft:
Ein Animebild:
Zufriedenstellend sieht beides nicht aus. Irgendwie wie Kindergeschmier. Man muss etwas länger suchen, um interessantere Motive als Tiere und Stillleben zu finden, die mit Pastellkreide gemalt sind und wirklich gut daher kommen. Aber es gibt sie.
Examples for brilliant work done with dry pastels. Only for example!
The great Artists are:
Nailone http://nailone.deviantart.com/art/Marta-pastel-sketch-138873676
Angel Biljana http://angel-biljana.deviantart.com/art/Jack-The-Ripper-65143166
Nen-lalaith http://www.deviantart.com/art/Dead-wood-211556026
Es ist also möglich, man muss sich nur etwas mehr anstrengen und nicht mehr zwanghaft alles verwischen.
Wie sieht der Plan also aus?
- weniger wischen
- mehr layern
- auch mal was nicht verwischen
- Kontrast!
Das sollte klappen.
Ich habe meine Polychromo Pastellkreiden verschenkt, aber ich habe noch ein paar Pastellstifte und drei Kreiden. Da muss ich nichtmal was Neues kaufen, sondern kann gleich starten.
Das sieht doch ganz annehmbar aus. Es ist abgezeichnet, was für den Start sehr sinnvoll ist.
Das Endergebnis ist hier einsehbar
http://majorkoryu.deviantart.com/art/Mermaid-Pastel-506111556
Mit dem Startschuss sollte es dann weitergehen mit einem Motiv, das ich mir selbst überlege. Ich habe Atlantis und Uboot gewählt. Vorskizziert im Skizzenbuch und das wird jetzt umgesetzt.
Ich bin guter Dinge, dass ich nach all den Jahren doch auf einen grünen Zweig mit den Kreiden komme. Vielleicht leih ich mir mal "meine" ehemaligen Polychromos Kreiden ;) Oder ich kauf ein paar mehr Stifte... oder ich kauf Softpastellkreiden. Mal sehen. Aber erst mal zeichnen!
Ich hatte die Polychromos Pastellkreiden, welche sehr hart sind und sich nicht zu 100% verwischen lassen wie Softpastells es machen. Der Frust war vorprogrammiert, denn ich hatte das konsequente Bedürfnis, grundsätzlich alles bisschen Kreide, das ich auf Papier auftrug, auch zu verwischen.
Eine Landschaft:
Ein Animebild:
Zufriedenstellend sieht beides nicht aus. Irgendwie wie Kindergeschmier. Man muss etwas länger suchen, um interessantere Motive als Tiere und Stillleben zu finden, die mit Pastellkreide gemalt sind und wirklich gut daher kommen. Aber es gibt sie.
Examples for brilliant work done with dry pastels. Only for example!
The great Artists are:
Nailone http://nailone.deviantart.com/art/Marta-pastel-sketch-138873676
Angel Biljana http://angel-biljana.deviantart.com/art/Jack-The-Ripper-65143166
Nen-lalaith http://www.deviantart.com/art/Dead-wood-211556026
Es ist also möglich, man muss sich nur etwas mehr anstrengen und nicht mehr zwanghaft alles verwischen.
Wie sieht der Plan also aus?
- weniger wischen
- mehr layern
- auch mal was nicht verwischen
- Kontrast!
Das sollte klappen.
Ich habe meine Polychromo Pastellkreiden verschenkt, aber ich habe noch ein paar Pastellstifte und drei Kreiden. Da muss ich nichtmal was Neues kaufen, sondern kann gleich starten.
Der kleine graue ist nur so klein, da er deutlich besser als Schneiderkreide geeignet ist, als Prymschneiderkreide. Dieser Pastellstift ist farblich kaum auffällig und wäscht sich tatsächlich raus, was Prym nicht tut. Die vielen helleren hatte ich zum gleichen Zweck gekauft, mich dabei aber leider in der Farbe vergriffen.
Das sieht doch ganz annehmbar aus. Es ist abgezeichnet, was für den Start sehr sinnvoll ist.
Das Endergebnis ist hier einsehbar
http://majorkoryu.deviantart.com/art/Mermaid-Pastel-506111556
Mit dem Startschuss sollte es dann weitergehen mit einem Motiv, das ich mir selbst überlege. Ich habe Atlantis und Uboot gewählt. Vorskizziert im Skizzenbuch und das wird jetzt umgesetzt.
Ich bin guter Dinge, dass ich nach all den Jahren doch auf einen grünen Zweig mit den Kreiden komme. Vielleicht leih ich mir mal "meine" ehemaligen Polychromos Kreiden ;) Oder ich kauf ein paar mehr Stifte... oder ich kauf Softpastellkreiden. Mal sehen. Aber erst mal zeichnen!
Sonntag, 4. Januar 2015
Work in Progess und Endversion
Ich schau sowas bei anderen total gerne an. Da kann ich meine ja auch mal vorzeigen. Eine kleine Sammlung.


Aus Herr der Ringe.


Stillleben sind nicht unbedingt meine Stärke, ich habs lieber als Foto, um davon abzuzeichnen. Also kann man das ja mal trainieren ;)


Auf dem Papier kann man nicht radieren. Meine ersten Versuche, ganz ohne Vorzeichnung auszukommen. Inzwischen klappt es sogar sehr gut.


Und hier sieht sich, wieso: Ich zeichne sowas dann woanders vor und zeichne es mit der Farbe direkt aufs Papier. Das ist nicht immer akurat, aber komplett radierfusselfrei.
Bei diesem Motiv ging es darum, dass ich Ösen unbedingt einsetzen wollte.


Als Vergleich dazu hier etwas mit Tuscheoutlines. Das Ergebnis ist definitv härter und comichafter.
Aus Herr der Ringe.
Stillleben sind nicht unbedingt meine Stärke, ich habs lieber als Foto, um davon abzuzeichnen. Also kann man das ja mal trainieren ;)
Auf dem Papier kann man nicht radieren. Meine ersten Versuche, ganz ohne Vorzeichnung auszukommen. Inzwischen klappt es sogar sehr gut.
Und hier sieht sich, wieso: Ich zeichne sowas dann woanders vor und zeichne es mit der Farbe direkt aufs Papier. Das ist nicht immer akurat, aber komplett radierfusselfrei.
Bei diesem Motiv ging es darum, dass ich Ösen unbedingt einsetzen wollte.
Als Vergleich dazu hier etwas mit Tuscheoutlines. Das Ergebnis ist definitv härter und comichafter.
Freitag, 2. Januar 2015
Zeichnungen vor dem Crash
Ich hatte 2010 einen richtigen Zeichencrash. In den drei Jahren davor habe ich weniger gezeichnet als zuvor. Aber ab 2010 gings gar nicht mehr. Es hatte sich richtig gehend festgefressen.






Vielleicht sieht mans, woran es lag. Wahrscheinlich sehe ich es aber auch nur selber. Das, was ich da zuletzt gezeichnet habe, hatte keinerlei Inhalt, es sollte nur irgendwie nett aussehen... aber dafür war es dann technisch wiederum zu schlecht, alsdass ich damit zufrieden sein konnte. Ich wollte mich nicht von Outlines verabschieden und ich hatte auch keine Lust, weiter Anatomie zu lernen, obwohl ich da wirklich gut davor war. Aber früher musste man Anatomie ja aus dem Kopf konstruieren können... das war damals so das Denkmuster. Bloß keine Referenzen ;)
Das letzte Bild male ich noch zuende an. Der Rest kommt wieder in die Kiste.
Ich bin nicht mehr so gut wie damals. Aber ich bin glücklicher und deutlich diverser als damals.
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