Freitag, 29. Dezember 2017

Digital malen mit Surface

Auf Arbeit brauchte ich ein neues Notebook. Vor allem eines, das ich auch mal wohin mitnehmen kann, ohne vorher einen Schwerlasttransport zu beauftragen, die schwere sperrige Kiste da hin zu fahren. Mein Kollege initiierte, dass es etwas mit Stift sein sollte.
Ich bin Chemiker und brauche ab und an mal eine schnelle Skizze für Präsentationen und Projektunterlagen, dafür würde natürlich ein Ranzetablett reichen. Aber was soll ich damit, das versauert in der Ecke. Also wollte ich all-in-one haben und so fiel die Wahl nach einigem Hin und Her auf das Windoof Surface Pannentablett. Und damit begann auch die 2monatige Jagd nach dem Stift.

Der Stift, den ich bestellt hatte (in blau) wurde nämlich laut Aussage des Händlers noch nie produziert. Und der silberne auch nicht. Und überhaupt. Nach ewigem Generve bekam ich dann ENDLICH mit 2 Monaten Verspätung meinen roten Stift als einzige lieferbare Option. Yay, er ist da!! :D



Da ich mit 14 aufgehört habe digital zu malen, musste ich den Misstand jetzt natürlich erst einmal aufholen. Ich habe keine Ahnung mehr und kenne keine Kniffe. Inzwischen läuft es einigermaßen, aber cool und griffsicher klappt trotzdem noch nix. Es kommt raus, was rauskommt und ich entdecke regelmäßig neue Sachen.




Skizzieren und Linen direkt im PC war früher undenkbar für mich. Dafür reichte die Handaugenkoordination mit externem Grafiktablett nicht aus. Wie sagte Lou so schön: Dieses Defizit löst eins, indem eins das Problem nur mit ausreichend Geld bewirft.



Der Header für den Blog war eines der ersten Dinge zum Malen und üben.



Ein Triffid mit G-Pen Spitze gemalt. Das geht zackig und schick. Die G-Pen gefällt mir außerordentlich gut. Die echte aus Metall, die ich habe, gefällt mir überhaupt nicht.



Noch in Arbeit: Der Header für meinen Kochblog. Ich bin mit der Schrift noch unzufrieden.



Schnelle Comicskizzen vor dem Fernseher.



Nicht fertig. Botanischer Garten mit tausenden von Ebenen, vor allem mit dem Ölpaintingtool gemalt.



Schnelle Skizze mit bisschen Farbe.


Ich habe zwar nicht den Anspruch einer dieser Computermalgötter zu werden, aber toll wärs natürlich. Dafür habe ich nicht die Ausdauer. Was ich aber möchte, ist Routine zu bekommen und meine riesige Palette an Werkzeugen im Clip Studio Paint kennenzulernen. Inzwischen konnte ich auch die ein oder andere schnelle Skizze für die Arbeit erstellen. Für Marketing Reinzeichnungen erstellen ist nicht mein Ansinnen (dafür bin ich auch nicht da), trotzdem ist es super, seinen Mist nicht erst einscannen zu müssen mit diesem besonders schlechten Scanndrucker, sondern direkt im PC zu haben. Da kann man die Krakeleien auch schnell mal an wen rübersenden :)

Außerdem kann ich jetzt tolle Dinge tun wie:
- Arbeiten im Cafe
- Homeoffice bei ach so natürlichen, aber sehr schmerzhaften Bauchweh
- VPN von überall her in die Firma
- Tablet in den Zug mitnehmen
- Tablet nach Brasilien mitnehmen
- Cafesketching digital ;)

Das Windoof Surface ist aber ein bisschen pannenbehaftet. Das zeigt sich eigentlich jeden Tag irgendwie. Es geht einfach aus, auch beim Tippen. Die Netzwerkverbindung dauert z.t. 15 Minuten zur Herstellung, vor allem im Konferenzraum. Es macht oft komische Dinge, man muss es alle 2 Wochen mindestens neu starten, damit es damit aufhört. Ich weiß auch nicht, wie man im Tabletmodus ohne Stift leben kann. Es gibt Moves, die man nur damit machen kann. Und es hat noch diverse andere Kinderkrankheiten. Zur Zeit ist es aber das Einzige, was am meisten Anspruchspunkte abdeckt und verbessert die Arbeitsqualität insgesamt erheblich. 
Und gibt mir nebenbei digitale Maloptionen :D

Montag, 16. Oktober 2017

Major malt

Ob im türkischen Cafe in Mannheim...

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Beim Warten auf die Mitfahrgelegenheit zur Messe München...

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Oder im Flugzeug nach Brasilien...

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Major malt :)

Und zum Glück gibts immer wieder tolle Menschen, die das ok finden und dabei ein Foto schießen. Malen in der Öffentlichkeit wird gerne ja auch mal als antisozial und in sich gekehrt gewertet.

Samstag, 30. September 2017

Fragwürdiges Skizzenbuch - doch noch sinnvoll

Ich habe mir ein neues Skizzenbuch gekauft, von dem ich dachte, dass es total gut passen würde. Bis ich dann mal das Papier ausprobiert habe und es einfach viel zu flauschig ist. Aber wie das so ist, muss man dann irgendwie da durch... ein optimales Trockenskizzenbuch habe ich bis heute nicht. Vielleicht finde ich mal eines.

Das Ding ist No-Name A5 auf der kurzen Seite gebunden.

Zu Anfang habe ich alles Mögliche ausprobiert. So richtig gefallen tun mir aber nur weiche Bleistifte. Aber ich uns Bleistiftzeichnungen, das sieht meistens alles ziemlich daneben aus. Ich gebe mir nie Mühe für meine Bleierzeichnungen.

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Der verzweifelte Versuch, mit Tusche etwas zu reißen. Denn eigentlich wollte ich in diesem Buch meine Inktober 2018 Zeichnungen anfertigen, aber der Tuschefüller wird so beschissen ausgesaugt, das macht keinen Spaß. Mit dem Pinsel geht auch nichts. Und grundierte Seiten sehen von oben einigermaßen aus, aber sie wellen sich extrem.

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Basteln und kleben geht, Stempeln nicht so. Aber Bleier... das wirds wohl werden.
Unten die grundierten Seiten von der Seite. Es wellt echt zu viel.
Das Skizzenbuch ist natürlich nicht türkis-glitzernd beim Kauf gewesen, das hab ich seitlich mit Filzer angemalt ;)

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Fazit: Bleier muss einfach. Also mal ein bisschen mehr Mühe geben! Was immer noch eine Schwäche von mir ist und was ich total gerne besser können würde, sind schöne Pflanzen zeichnen. Ich verstehe immer noch nicht, wie man diese gebogenen Blätter nun wirklich denkt beim Malen. Das ist wie verkürzte Arme, man muss das denken lernen, denn das Hirn sieht die Verkürzung, aber denkt die lange Version. Da hilft echt üben üben üben. Und wenn man gleichzeitig was Schönes dabei malt, dann ist sie Situation üben auch wieder weg und es macht Spaß.

Was ich nicht leiden kann, sind stumpfe Übungen. Wie Hände malen... sieht am Ende einfach immer langweilig aus. Aber son paar Blümsche ist schon besser.

Und es müssen ja auch nicht immer nur Triffids sein ;)
Vorlagen hab ich meistens Fotos von Pinterest genommen, einige sind auch selbst fotografiert. Der Exotenwald in Weinheim gibt einiges dafür her.



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Ich bin noch lange nicht durch, aber ich fühle langsam einen leichten Fortschritt. Und mit der Optik der Bilder bin ich tatsächlich auch zufrieden. Man muss tatsächlich die Blätter denken lernen. Was ich auch machen muss, ist von realen Pflanzen abzeichnen und ein Blatt immer und immer wieder malen, aber jedes Mal aus einer anderen Perspektive. Da ich aber nur Kakteen zuhause habe, ist das hier ziemlich witzlos. Aber auf der Arbeit haben wir eine Blattpflanze, die dafür funktioniert. Mal sehen, wie schnell das nervt, die mehrfach zu zeichnen, ich langweile mich bei sowas zu schnell...

Montag, 21. August 2017

Urban Sketching in Porto Alegre und Santa Cruz

Ich war zwar zum Arbeiten in Brasilien, aber am Abend durfte man auch mal kurz bei ein bisschen Gekrickel entspannen. Muss sein.


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Das Hoteldach vom besten Hotel, in dem wir waren. Das war in Santa Cruz do Sul und der Pool war zwar eiskalt (Winter!), aber man konnte kurz ne Runde paddeln.
Oder kurz ne Runde zeichnen.
Meistens war uns das zu kalt, also haben wir oben Office gemacht. Die beiden Bierdosen da hinten gehören uns, hust... Office. Aber Informationsblättern zur aktuellen Schweinepest erstellen ist nunmal Office, auch wenn man dabei Bier trinkt und vorm Pool sitzt.


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Später in Porto Alegre waren wir in einer Bar "Boteco Exportacao", wofür mir die Sonderzeichen auf der Tastatur fehlen. Deal: Die beiden Kollegen schauen Fußball und ich male.


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So toll Portrait malen kann ich natürlich nicht vom eben hinschauen, da hatte ich mit einem Foto noch etwas nachkoordiniert und daran in der Bar weiter gearbeitet, während der Alkoholpegel langsam immer weiter nach oben ging. Ich weiß schon gar nicht mehr, ob ich an dem Tag eine Caipirinha hatte oder nicht. Die sind der echte Holzhammer, komplett unverdünnt und knüppeln einen so unter den Tisch. Aber mich knüppeln auch 2-3 Bier unter den Tisch.

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Der Abend wurde später, der Alkohol mehr und die Bilder abstrakter. Die Leute am Nebentisch hatten den gleichen Bierkühler wie wir, das wird echt toll serviert.


Später dann wieder in Santa Cruz do Sul bei der wundervollen Bar Amsterdam...
Mein Platz ist der leere gegenüber dem im türkisen Polohemd ganz rechts (mein Kollege). Ich hatte zu Zeichnen angefangen und mich total verzettelt, da hab ich mir dann ein Hilfsfoto geschossen und es in meine Zeichnung integriert.

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Wir hatten Pale Ale und Polenta Fritta. Der Rest des Pale Ale steht auch noch da rum.

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Ein bisschen Farbe drauf...

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Und das blieb nicht unbemerkt. Ich bin die mit der Brille und wir diskutieren gerade über das Zeichnen vor Ort in der Öffentlichkeit.

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Da hinten ist ein Park, dessen Baum ich auch schon gezeichnet habe ;)

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Der Abend wurde später, die Getränke härter... mein Kollege hat sogar 2 Caipi geschafft, ich bin nach einem Pale Ale und einer Caipi schon in Schlangenlinien zurück zum Hotel. Wir haben glaube ich bis 3 uhr nachts durchgehalten. Das Wetter war top, die Stimmung super, das Zeichenmaterial schier unendlich, die Diskussionen toll und die Bar einfach klasse.

Die Besitzerin hat inzwischen auch einen hochauflösenden Scan der Zeichnung erhalten und vielleicht hängt er ja irgendwo an der Wand, wenn ich das nächste Mal wieder da bin. ... Wenn wir das Projekt bewilligt bekommen. Aber ich denke schon! Unsere Arbeit dort war jedenfalls sehr erfolgreich, wir haben viel erreicht und viel Unterstützung gesammelt. Nur leider sind meine Chemikalien nicht rechtzeitig da gewesen, so muss ich das erst einmal alles von DE aus koordinieren, dass auch der Testlauf durchgeführt wird.

Eine sehr erfolgreiche Reise, nicht nur beruflich :)
Mein Buch hat noch freie Seiten, wir MÜSSEN das Projekt einfach kriegen!

Sonntag, 20. August 2017

Digital malen

Digitale Bilder malen war DER heißeste Shit, als ich 13 war. Mit traditionellen Maleinheiten konnte man nur überzeugen, wenn mans so sehr drauf hatte, dass man nicht viel Unterschied zu digitalen Bildern hatte. Jedenfalls war das in der Community auf Animexx so.
Irgendwann kam dann ein Bruch und diverse digitale Zeichner wechselten auf traditionell. Was ab da beliebter ist, nun, dieser Meinungsstreit hält bis heute an. Für mich selber habe ich gemerkt, dass ich seitdem auf der traditionellen Seite stehe. Meine Instagram Timeline steht auch auf der traditionellen Seite, es gibt nicht viele likes auf digitalen Kram.

Ist auch alles nicht das Problem. Trotzdem möchte ich eigentlich gerne wieder ab und an was Digitales machen. Gerade wenn man Illustrationen macht, ist es einfacher, diese einzubinden in das große Ganze als wenn man traditionelle Zeichnungen erst einmal aufbereiten muss. Zum beispiel dieser Header mit der Krake war digital einfach einzubinden. Mit meinem traditionellen Header auf meinem Kochblog hab ich immer noch Probleme.

Früher, als ich 13 war, hatte ich ein Aldi Grafiktablett mit für das geringe Geld hervorragender Qualität. Ich habe es lange abgeliebt, musste dann irgendwann aber Abschied nehmen, weil es nur auf Win 98 lief. Alle hatten schon XP, nur ich krebste immer noch mit der Krücke herum. Seitdem hatte ich lange nichts mehr.

... Ich möchte jetzt aber nicht behaupten, dass ich damals gut war ;) Ich hatte nur halt Spaß daran und hielt meine Bilder damit für besser als mit Buntstiften oder Pelikanfarbe. Mehr hatte ich nicht.


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Grandioses Bild von damals. Mir gefällt vor allem der goldene Effekt mit diesen tollen Pixeln, richtig edel.

Zwischendurch hatte ich immer mal wieder ein billiges Tablett, das ich nach 2 Stunden Rummeckern stets reklamierte. Stiftdruckstufen ausgewiesen, aber nicht geliefert und solche Späße.

Vor ein-zwei Jahren wollte ich dann wieder was in die Richtung machen und habe mir ein Wacom für teuer Geld geholt. Das hat dann auch wieder die Performance des Aldi Tabletts und ist ein solides Ding.


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Yeah, das war genau das Malgefühl von früher! Damit könnte man theoretisch auch gut malen, aber ich hab den Fehler gemacht, mit Krita zu starten. Theoretisch ist Krita ein schönes Malprogramm, praktisch passen weder wir noch das Programm und meine Hardware zusammen. Es ruckelt, zappelt und tut einfach in keinster Weise das, was ich will. Der schlechte Start hatte also ein hohes Frustpotential. Ich habe mir dann Photoshop CS2 geholt, das auch ziemlich buggy ist, aber mit dem ich intuitiv malen kann. Es funktioniert!

Nur muss man seine Hand immer so speziell halten, dass man dafür wieder eine Menge Übung braucht und ehrlich gesagt ist es dann immer das, was mich nervt. Zusammen mit dem Problem, dass man nicht schnell Strichstärke und Farbe wechseln kann so wie bei Aquarell. Das Tablett versank schnell wieder in der tiefen Schublade.




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Auf der Animagic 2017 gab es Wacom Material zum Austesten, unter anderem auch ein Wacom Tablett PC. Mein Kollege hatte mir in den Kopf gesetzt, sowas wie das iPad Pro für die Arbeit zu besorgen, damit könnte ich mit schnellen, einfachen Digitalskizzen das Marketing unterstützen und hätte gleichzeitig ein Notebook von der Größe, dass ichs auch mitnehmen kann. Wir waren gerade auf Dienstreise und ich konnte nur mit meinem Handy aufm E-Mail Postfach arbeiten, er dagegen mit einem schmalen Laptop alle Funktionen bedienen, die wir für die Arbeit brauchen.

Der Wacom Tablett PC hat im Hintergrund ein Windows laufen, mit dem man sowohl das Office Paket als auch VPN Software bedienen kann. Allerdings ist dieses Tablett extrem schwer und hat keine Clip-In Tastatur. Die Tastatur des Bildschirmes reicht mir für die Arbeit nicht aus.

Größter Problempunkt: Der Stiftaufdruck und der Punkt, an dem der Bildschirm aktiviert werden, sind 1-2 mm auseinander. Ein Fenster schließen? Muss man schon lernen, wohin man drücken muss, wenn man das drücken will. Fürs Malen im Programm macht das keine Probleme, aber für die Bedienung ist das ein richtig fettes Minus. Ich werde die meiste Zeit arbeiten und die wenigste Zeit malen, das Balancing ist daher nicht optimal.

Was ist mit dem besagten iPad Pro? Das hat einen hervorragend zu bedienenden Touchscreen, eine Clip in Tastatur, eine Stiftperformance, die derzeit die beste ist (mit Andruckstufen!), inzwischen auch anständige Grafiksoftware, es ist klein genug etc. Aaaaber, die Bedienung von VPN Software ist stets mit der iCloud gekoppelt und das zieht Viren in unser Firmensystem. Da kann man sich noch was ausdenken, aber der weitere Knackpunkt ist das Problem mit der Office Software, die darauf nicht so optimal läuft und man auch da viele Abstriche machen muss.
Hier also ein Paint-only Spielzeug. Ich will aber auch arbeiten. Und wenn ich auswärts arbeite, werde ich nicht 2 Sachen mitnehmen und dann wars das wieder mit eben mal was fürs Marketing skizzieren.



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Aber da gibts noch ein Teil: Windows Surface. Ich hab auch das getestet, hier mit der Trial Version von Clip Studio Paint Pro, wie auch auf dem Wacom Tablett benutzt. Stiftandruck top, VPN geht, Office geht...

Bin mal gespannt, wie sich das Gerät macht. Die IT auch, wir haben nämlich noch keines im System.

Was man wirklich merkt, ist dass das Gehirn auf dem Bildschirm anders arbeitet als mit dem externen Tablet. Man malt natürlicher, man hat keine Umrechnungsprobleme von Hand zu Auge. Es bleibt wirklich nur noch das Farbe- und Stiftdicke Auswählen, auf das man sich neu einstellen muss. Man sieht es vielleicht auch ein bisschen an den Dingen, die ich hin gemalt habe im Gegensatz zu den Bohnen oben oder der Krake in meinem Header. Es wird einfach. Irgendwie von selbst.


Mal schauen, wie das so wird und ob ich überhaupt "schnelle Skizzen" in Marketingqualität machen kann, schließlich bin ich damit Anfänger. Auch wenn ich schon jahrelang Erfahrung habe aber... schaut euch mein tolles Bild mit den Bauklötzen an. Das ist keine Marketingqualität und auch nichts, worauf ich aufbauen kann.

Sonntag, 4. Juni 2017

Skizzenbuch im Urlaub

Skizzenbuch mitnehmen in den Urlaub, nette Idee, aber Platzverschwendung?
Wenn man nicht alleine reist, sondern mit anderen Nichtzeichnern zusammen, kann das durchaus passieren. Man will seinen Urlaub zusammen erleben und sich da eine Stunde pro Tag auf irgendwelche Plätze zu setzen oder in Nieschen zu quetschen, um zu zeichnen, kann für die anderen etwas langweilig werden. Daher hab ich hier einen Kompromiss gemacht und die Fotos dann eben mit dem Handy mitgenommen und in der Unterkunft gemalt, als sowieso Entspannung auf dem Plan stand.

Wir waren in Italien, in Norditalien (Vignola und Bologna) und Süditalien, Neapel, Pompei, Boscotrecase und was da noch so um den Vesuv herum an Gemeinden herum steht. Die sind ja alle zusammen gewachsen.

Ein paar Impressionen vom Handy aus.



Der Krater des Vesuv, der Hauptgrund, warum die Wahl des Urlaubs auf Neapel traf.


Aussicht auf die Bucht Neapels. Die Aussicht vermisse ich ja, viele andere Dinge nicht.


Ein Dorf auf dem Berg über Sorrento, im Hintergrund der Vesuv.


Entspannen bei Zeichnen und (mäßig guter) Schokolade auf dem Balkon der Ferienwohnung, während der übliche Lärm aus Hupen und Alarmanlagen vor einem stattfindet.

Und jetzt kommen wir zum zeichnerischen Inhalt. Ich hab nicht zu allem was gezeichnet, aber mich stets bemüht.




Autobaaahn faaahn, es geht los. Im Schwarzwald.



Durch die Alpen der Schweiz! Das war sowas von imposant, ich bin doch ein Flachlandnorddeutscher, der zwar jetzt im Odenwald wohnt, aber von bergen immer schnell beeindruckt ist. So viel Gestein!



Eine verlassene Fabrik in Vignola. Das Bild ist wirklich vor Ort entstanden. Bis der Wind uns dann wegfegen wollte, haben wir durchgehalten.



Vignola, eine niedliche Brücke und viel Kobaltblau.



Ein wunderschöner Hinterhof in Vignola.



Eine sehr schöne Schinkerei in Bologna. Manche Läden sind wirklich nett und die in Bologna waren es fast alle. Bis auf die üblichen Kettenläden, Bologna hat ja doch sehr viele Ketten bezüglich Makeup und Mode.



Unser direkter Nachbar gegenüber der Ferienwohnung bei Neapel.Natürlich auch direkt vor Ort entstanden, konnte es ja vom Balkon aus sehen.



Wir wollten in Pompei/Neapel/wasauchimmer ans Wasser. Der Hafen war so ziemlich das Beste was wir erreichen konnten. Irgendwie ist die Küste nicht so touristisch frei verfügbar erschlossen, da waren wir etwas irritiert. Es gab ansonsten noch Bezahlclubs, bei denen man dann an eine Art Strand aus braunschwarzem Vesuvsand durfte. Allerdings war das ziemlich eklig, weil wir direkt davor ein Abwasserrohr gefunden haben, aus dem ekliges Zeug eingeleitet wurde. Also hinlegen an den Strand ja, durchs Wasser mit den Füßen nein.



Zucker ist eine sehr ernste Sache in Italien. Zu einem kleinen Kaffee bekommt man eine nicht skaliert, sondern original groß dargestellte riesige Salatschüssel voll Zuckertüten dazu gestellt. Immer, egal wo. Fertig geschnittener Salat im Supermarkt? Gezuckert! Naturjoghurt ohne alles? Gezuckert! Frühstück? 20% Zucker!



Wir haben viel Gerümpel gesehen. Eignet sich gut als Motiv.



Pinien und Ölpalmen mit Blick auf Amalfiküste. Amalfi ist jetzt nicht mit drauf, aber ich fand das Motiv so gut geeignet für diese Darstellung.



Großartig war Volcano Solfatara, da kommt einfach so viel Schwefel und Gestank aus dem Boden, heißer Dampf, blubbernde Matschseen, alles weiß, die Sonne brät einen, es stinkt... Der Chemiker in mir war begeistert!



Touristen in Neapel mitm Bus.



Kaffee! Natürlich ist das wichtig, ich habe auch Kaffeepulver gekauft. Und vielleicht hätt ich mir auch ne neue Bialetti gönnen sollen. Aber diese Schaufenster mit den zig Größen waren schon klasse, die größte war diese 50 Tassen Bialetti für 400€. Das ist allerdings zu groß für mich.



Der schönste Laden Neapels, diese Bäckerei. Da gab es einige schöne, aber der hier gefiel mir besonders.



Ich habe viel gesehen und erlebt und Dinge gelernt, die ich so nicht erwartet habe.